Liechtenstein Act – Fluch oder Segen?

Am 04. Oktober 2019 verabschiedete das Liechtensteiner Parlament das sog. “Blockchain-Gesetz” TVTG, welches die Rechtsgrundlage für die Token-Ökonomie sein wird.

Was bedeutet das genau?

Ganz klar: Rechtssicherheit und Planbarkeit. Für institutionelle Anleger ist Rechtssicherheit die Grundlage für Investments in Kryptoassets. Der Liechtenstein Act ist also für die Marktakzeptanz ganz klar zu befürworten. Für den privaten Anleger ist dies eher egal, da dieser sich auch auf unregulierten Märkten bewegen kann und darf.

Ein Token wird zukünftig ein vollwertiges Asset, eine eigenständige Rechtsnatur, sein und damit genau anerkannt sein, wie z.B. eine GmbH, eine AG oder ein Trust.

Wie sieht das Ganze im Details aus?

Der Liechtensteiner Rechtsanwalt und Kryptoexperte Thomas Nägele hat dies in folgender Grafik dargestellt:

Quelle: www.naegele.law (RA Thomas Nägele)

Das komplette “Executive Summary” findest Du hier.

Der Blockchain Act wird am 01. Januar 2020 inkrafttreten.

Es wäre wünschenswert, wenn das Kernkonzept “Token Cointainer Model” auch von anderen Staaten übernommen würde.

Für private Kryptoinvestoren ist wichtig, auf seriöse Quellen und Informationen zu hören und sich nicht von selbsternannten “Gurus” wie Jörg Molt mit unwahren Falschinformationen verunsichern zu lassen. Ich beziehe mich damit auf das vor wenigen Tagen von ihm veröffentlichte Video, in dem er den Liechtenstein Act “verteufelt” und sinngemäß sagt, dass nun die Freiheit des Bitcoin am Ende sei bzw. die Blockchain in die Steinzeit zurückgeworfen würde.

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